Salz brennt auf bleichen Wangen
Er ist wieder da. Dieser Gedanke. Dieser eine, der alles beendet. Wieder da... nein, er war immer da. Doch mal mehr mal weniger präsent. Gestern jedoch blitzte er auf wie ein grelles Licht. Bohrte sich hartnäckig in mein Hirn, in die tiefsten Tiefen meines Herzens. Ließ sich nicht abschütteln. Grub Bilder in meine Augen, die sich nicht länger verdrängen lassen wollten. Beschwor mich endlich aufzugeben. Fletschte die Zähne und knurrte "Laß los". Hieb seine Klauen in mein vernarbtes Fleisch. Es wäre ein Leichtes. Ein Leichtes alles zu beenden. Ich hab dazu gelernt. Hab mich versorgt mit Mitteln, die zu 100% zum ersehnten Ergebnis führen würden. Anderthalb Schachteln Vivi***... lächerlich. Doch nun beinhaltet mein "Notfall"kästchen sehr viel effektivere Bonbons. Einen mehr als zuverlässlichen Cocktail der Resignation. Heut Nacht zählte ich immer wieder die roten, grünen, blauen, weißen, rosa- und orangefarbenen ****** Es wäre so einfach. So verdammt einfach!
Warum fällt es dann doch irgendwie "schwer"? Bin ich denn irgendwem verpflichtet? Berechtigt verpflichtet? Schulde ich irgendwem noch etwas? Hält mich noch irgendetwas fest? Habe ich Angst? - Die Antwort ist erschreckend simpel - Nein! Doch was hindert mich dann noch? Der Glaube, die Hoffnung es doch noch zu schaffen? Den Wolf abermals töten zu können bevor er zum letzten entscheidenden Biss ansetzen kann? Die blutenden Wunden doch noch stillen zu können? Aber was soll das noch bringen? Ist eine Wunde zartrosa vernarbt, bricht eine andere wieder auf, wird eine neue geschlagen. Gleichgültig, wie sehr ich mich zu wehren suche... es ist vergebens. Immer wieder übermannt mich das Gefühl der Überforderung, der Ohnmacht, der Auswegslosigkeit. Immer wieder überschlagen sich niederschmetternde Ereignisse. Werden Erwartungen an mich gestellt, die ich nicht erfüllen kann. Immer wieder wird mir Verantwortung für Situationen und Zustände aufgedrängt, die ich nicht einmal ansatzweise hätte beeinflussen können.
Ich bin auch nur ein Mensch. Und ich bin überfordert. Mit allem. Ob es andere oder mich selbst betrifft.
Gestern wanderte die Dose zurück in den Schrank. Und auch heute wird es dorthin zurückgestellt. Aber was wird morgen sein? Oder in einer Woche? Wie lang noch kann ich den Druck ertragen und bekämpfen? Ich weiß es nicht. Mir ist es letztendlich egal.
Warum fällt es dann doch irgendwie "schwer"? Bin ich denn irgendwem verpflichtet? Berechtigt verpflichtet? Schulde ich irgendwem noch etwas? Hält mich noch irgendetwas fest? Habe ich Angst? - Die Antwort ist erschreckend simpel - Nein! Doch was hindert mich dann noch? Der Glaube, die Hoffnung es doch noch zu schaffen? Den Wolf abermals töten zu können bevor er zum letzten entscheidenden Biss ansetzen kann? Die blutenden Wunden doch noch stillen zu können? Aber was soll das noch bringen? Ist eine Wunde zartrosa vernarbt, bricht eine andere wieder auf, wird eine neue geschlagen. Gleichgültig, wie sehr ich mich zu wehren suche... es ist vergebens. Immer wieder übermannt mich das Gefühl der Überforderung, der Ohnmacht, der Auswegslosigkeit. Immer wieder überschlagen sich niederschmetternde Ereignisse. Werden Erwartungen an mich gestellt, die ich nicht erfüllen kann. Immer wieder wird mir Verantwortung für Situationen und Zustände aufgedrängt, die ich nicht einmal ansatzweise hätte beeinflussen können.
Ich bin auch nur ein Mensch. Und ich bin überfordert. Mit allem. Ob es andere oder mich selbst betrifft.
Gestern wanderte die Dose zurück in den Schrank. Und auch heute wird es dorthin zurückgestellt. Aber was wird morgen sein? Oder in einer Woche? Wie lang noch kann ich den Druck ertragen und bekämpfen? Ich weiß es nicht. Mir ist es letztendlich egal.
silberstern - 29. Mär, 00:01